Energieberatung

Was ist eine Energieberatung und warum lohnt sie sich?

Energieeffizienz ist heute wichtiger denn je – steigende Energiepreise und der Klimawandel erfordern nachhaltige Lösungen. Doch wie können Eigentümer gezielt ihre Energiekosten senken und gleichzeitig Umwelt und Ressourcen schonen? Eine Energieberatung deckt Einsparpotenziale auf und bietet konkrete Lösungen, die sich langfristig auszahlen.

🔍 Das Wichtigste im Überblick

  • Eine Energieberatung analysiert den Energieverbrauch eines Gebäudes und bietet Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz.
  • Die Beratung umfasst die Analyse der Bausubstanz, energetische Bewertung, Fördermittelberatung und einen Maßnahmenplan.
  • Sie lohnt sich durch Kosteneinsparungen, CO₂-Reduktion, die Nutzung von Fördermitteln und die Wertsteigerung der Immobilie.
  • Hausbesitzer, Bauherren, Vermieter und Gewerbetreibende profitieren besonders von einer Energieberatung.
  • Die Kosten variieren zwischen kostenlos (Basisberatung) und mehreren tausend Euro (Fachplanung), sind jedoch häufig förderfähig.
  • Ein Energieberater ist in bestimmten Fällen Pflicht, z. B. bei der Beantragung von Fördermitteln oder der Sanierung zum Effizienzhaus.
  • Qualifizierte Berater finden sich z. B. in der Energieeffizienz-Experten-Liste.

Was ist eine Energieberatung?

Eine Energieberatung analysiert den Energieverbrauch eines Gebäudes und zeigt Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz auf. Sie untersucht die Gebäudehülle, das Heizsystem und den Stromverbrauch. Wohngebäude und Gewerbegebäude werden individuell beraten. Es soll Einsparpotenziale aufdecken und Lösungen für eine nachhaltige und kosteneffiziente Energieversorgung anbieten.

Welche Leistungen umfassen eine Energieberatung?

Eine Energieberatung umfasst verschiedene Leistungen, von der Analyse des energetischen Zustands eines Gebäudes bis zur Erarbeitung konkreter Verbesserungsvorschläge. Die wichtigsten Leistungen sind:

  • Gebäudeanalyse: Der Energieberater prüft die Bausubstanz, wie Wände, Fenster und Dach, sowie die Haustechnik. Hier werden Schwachstellen in der Wärmedämmung und der Energieversorgung aufgedeckt.
  • Energetische Bewertung: Der aktuelle Energieverbrauch wird analysiert und mit modernen Standards verglichen. Dabei werden mögliche Einsparpotenziale aufgezeigt, die durch technische oder bauliche Maßnahmen erreicht werden können.
  • Maßnahmenplan: Der Berater erstellt eine Liste konkreter Empfehlungen, wie zum Beispiel die Dämmung verbessern, eine Wärmepumpe installieren oder eine Solaranlage integrieren. Diese Vorschläge beinhalten oft auch eine Kosten-Nutzen-Analyse.
  • Fördermittelberatung: Es wird die Verfügbarkeit von Förderprogrammen, wie Zuschüsse oder Kredite, geprüft.
  • Umsetzungsbegleitung (optional): Einige Energieberater bieten zusätzliche Unterstützung bei der Auswahl von Fachbetrieben, der Antragstellung für Fördermittel und der Umsetzung der Maßnahmen an.

Warum lohnt sie sich?

Eine Energieberatung ist der Schlüssel zu geringeren Energiekosten, nachhaltigem Wohnen und einem zukunftssicheren Gebäude. Die wichtigsten Gründe im Detail:

  • Kostenersparnis: Eine Energieberatung identifiziert Schwachstellen wie unzureichende Dämmung oder veraltete Heizsysteme. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen können Heiz- und Stromkosten langfristig deutlich gesenkt werden.
  • Umweltschutz: Durch die Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen sinkt der CO₂-Ausstoß des Gebäudes. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern unterstützt auch die nationalen Klimaziele.
  • Fördermittel nutzen: Die Beratung zeigt, welche Zuschüsse und Kredite verfügbar sind. Damit können Eigentümer die Kosten für Sanierungen erheblich reduzieren.
  • Rechtliche Anforderungen erfüllen: Eine Energieberatung hilft bei der Einhalung gesetzlicher Vorgaben wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Dies ist vor allem bei Verkauf oder Vermietung wichtig.
  • Wertsteigerung der Immobilie: Ein energieeffizientes Gebäude erzielt oft höhere Verkaufspreise und ist attraktiver für Mieter. Maßnahmen wie Dämmung oder der Einbau einer Wärmepumpe erhöhen die Attraktivität.
  • Langfristige Planungssicherheit: Die Beratung bietet klare Handlungsempfehlungen, die die Immobilie zukunftssicher und unabhängig von steigenden Energiepreisen machen.

Wer braucht eine Energieberatung?

Eine Energieberatung ist für viele Personengruppen und Situationen sinnvoll. Die wichtigsten Anwendungsfälle im Überblick:

  • Hausbesitzer mit Sanierungsbedarf: Eigentümer älterer Gebäude profitieren von einer Analyse der energetischen Schwachstellen und erhalten konkrete Maßnahmenempfehlungen zur Modernisierung.
  • Bauherren von Neubauten: Eine Energieberatung bei der energieeffizient Planung von Gebäuden und erlaubt die optimale Nutzung von Fördermittel.
  • Vermieter: Vermieter können durch energetische Maßnahmen die Attraktivität ihrer Immobilien steigern, Energiekosten für Mieter senken und gesetzliche Vorgaben leichter erfüllen.
  • Käufer von Bestandsimmobilien: Vor dem Kauf einer Immobilie ermöglicht die Beratung eine realistische Einschätzung der zukünftigen Energiekosten und des Sanierungsbedarfs.
  • Gewerbetreibende: Unternehmen senken durch eine Energieberatung ihre Betriebskosten, verbessern ihre CO₂-Bilanz und erfüllen steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit.
  • Kommunen und öffentliche Einrichtungen: Öffentliche Gebäude, wie Schulen oder Rathäuser, können durch Energieberatung Energieeffizienz steigern und Vorbildcharakter im Klimaschutz übernehmen.
  • Mieter mit hohem Energieverbrauch: Auch Mieter können von der Beratung profitieren, indem sie Energiefresser identifizieren und Optimierungen im Haushalt umsetzen.
  • Fördermittelantragsteller: Wer Fördergelder für Sanierungen oder Neubauten beantragen möchte, benötigt oft eine Energieberatung als Grundlage.

Was kostet eine Energieberatung?

Während Basisberatungen oft kostenlos sind, können umfassende Analysen und Planungen mehrere tausend Euro kosten. Energieberater berechnen hierfür in der Regel etwa 100 Euro pro Stunde. Die genauen Kosten für eine Energieberatung hängen von der Art der Beratung und dem Umfang der Leistungen ab.

Beratungsart Kosten Leistungsumfang
Basisberatung Kostenlos Erste Orientierung per Telefon, online oder in einer Beratungsstelle.
Vor-Ort-Beratung Eigenanteil bis 30 Euro Analyse des Gebäudes vor Ort, gefördert durch den Staat.
Fachplanung und Baubegleitung 2.000–5.000 Euro Detaillierte Planung und Begleitung der energetischen Sanierung.
Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) 1.500–3.000 Euro Erstellung eines individuellen Plans mit konkreten Maßnahmen für die Sanierung.

Dank umfassender Förderprogramme müssen Eigentümer in den meisten Fällen nur einen kleinen Anteil der Gesamtkosten tragen.

Wird sie gefördert?

Für die Kosten einer Energieberatung stehen zahlreiche Förderprogramme zur Verfügung. Diese reduzieren die finanzielle Belastung erheblich und unterstützen sowohl Einzelmaßnahmen als auch umfangreiche Sanierungsprojekte. Die wichtigsten Optionen im Überblick:

Art der Förderung Fördersatz Förderungshöhe Zuständig
Energieberatung für Wohngebäude (EBW) 50 % Bis zu 650 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern, 850 Euro für größere Wohngebäude BAFA
Energetische Fachplanung und Baubegleitung 50 % Bis zu 2.500 Euro pro Vorhaben bei Ein- und Zweifamilienhäusern, max. 10.000 Euro für Mehrfamilienhäuser BAFA
Fachplanung/Baubegleitung für Sanierung Tilgungszuschuss 50 % Maximal 10.000 Euro pro Vorhaben oder 4.000 Euro je Wohneinheit bei Neubauprojekten KfW
Heizungsoptimierung und -erneuerung 30 bis 70 % (abhängig von Maßnahme) Förderung von Fachplanung und Beratung bei Heizungsmodernisierung KfW

Wie läuft eine Energieberatung ab?

Eine Energieberatung folgt einem klar strukturierten Ablauf, der alle relevanten Aspekte eines Gebäudes berücksichtigt. So sieht der Prozess Schritt für Schritt aus:

  1. Erstgespräch und Bedarfsklärung: Im ersten Schritt werden die Ziele und Anforderungen der Beratung besprochen. Der Energieberater erfasst dabei grundlegende Informationen zum Gebäude, wie Baujahr, Heizsystem und Dämmzustand.
  2. Vor-Ort-Termin: Der Energieberater inspiziert das Gebäude und analysiert dessen energetischen Zustand. Dazu gehören die Überprüfung der Gebäudehülle, Fenster, Heiztechnik und elektrische Verbraucher.
  3. Datenerfassung und Analyse: Alle gesammelten Daten werden dokumentiert und ausgewertet. Der Energieberater berechnet Energieverluste, identifiziert Schwachstellen und prüft Einsparpotenziale.
  4. Erstellung des Beratungsberichts: Basierend auf der Analyse erstellt der Berater einen ausführlichen Bericht. Dieser enthält eine Bewertung des aktuellen Energiezustands sowie konkrete Maßnahmen zur Verbesserung, inklusive Kosten-Nutzen-Analyse.
  5. Präsentation und Besprechung der Ergebnisse: Der Energieberater stellt die Ergebnisse in einem persönlichen Gespräch vor. Hier können alle Fragen geklärt und die empfohlenen Maßnahmen priorisiert werden.
  6. Umsetzungsbegleitung (optional): Auf Wunsch unterstützt der Energieberater bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen, etwa durch die Vermittlung von Fachbetrieben oder die Beantragung von Fördermitteln.

Wann ist ein Energieberater Pflicht?

Ein Energieberater ist Pflicht, wenn Fördermittel im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beantragt werden, bei der Sanierung zum Effizienzhaus oder bei der Erstellung eines Energieausweises für Neubauten. Auch bei größeren Renovierungen nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und bei Denkmalschutzobjekten ist ein Energieberater oft vorgeschrieben.

Wo finde ich Energieberater?

Beim Finden eines Energieberaters sollten Sie auf Qualifikationen achten. Energieberater sollten zertifiziert und in die Energieeffizienz-Experten-Liste (EEE-Liste) eingetragen sein. Zudem sollten sie Erfahrung in den benötigten Bereichen (z. B. Sanierung, Heizsysteme) mitbringen.

Hier finden Sie einen Energieberater:

  • Energieeffizienz-Experten-Liste (EEE-Liste): Eine offizielle Datenbank mit zertifizierten Energieberatern, verfügbar unter www.energie-effizienz-experten.de.
  • Verbraucherzentrale: Die Verbraucherzentralen bieten erste kostenlose Energieberatungen an und können qualifizierte Berater empfehlen.
  • GIH Bundesverband: Hier finden Sie ein Netzwerk von Gebäudeenergieberatern, die auf verschiedene Beratungsbereiche spezialisiert sind.
  • Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN): Plattform für die Suche nach Experten in der Nähe mit Fokus auf Energieberatung.

💬 FAQ

Was ist das umweltfreundlichste Kältemittel für Wärmepumpen?

Natürliche Kältemittel wie Propan (R290) oder CO₂ haben ein besonders geringes Treibhauspotenzial und gelten als umweltfreundlich.

Ist der Umstieg auf Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln teurer?

Der Preis kann etwas höher sein, wird aber oft durch Förderungen ausgeglichen. Langfristig lohnt sich der Umstieg aufgrund geringerer Umweltauswirkungen.

Wie erkenne ich, welches Kältemittel meine Wärmepumpe verwendet?

Das verwendete Kältemittel steht meist auf dem Typenschild der Wärmepumpe oder im technischen Datenblatt des Herstellers.

Muss ich das Kältemittel meiner alten Wärmepumpe durch ein nachhaltigeres ersetzen?

Ein Austausch ist nicht verpflichtend, aber bei einer Sanierung oder einem Defekt kann der Umstieg auf natürliche Kältemittel sinnvoll sein.

Geschrieben von
Stefano Fonseca
Freelancer

Stefano Fonseca ist Ingenieur für Energie und Umwelt mit über sechs Jahren Erfahrung in der technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Er kombiniert technisches Fachwissen mit einer Leidenschaft für verständliche Kommunikation. Seit mehr als fünf Jahren schreibt er als freiberuflicher Redakteur über erneuerbare Energien und nachhaltiges Wohnen, insbesondere über Photovoltaik und Wärmepumpen.

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